Musizierender Engel

Der “Musizierende Engel” wurde um 1480 von  Melozzo da Forli gemalt. Zu finden ist das Bild in der Vatikanischen Pinakothek. Die Päpste waren bereits ab der Renaissance als große Kunstsammler. Unter Pius VI.  bekam der Vatikan neben einer Skulpturensammlung auch eine Pinakothek. Napoleon überfiel jedoch schon bald Rom und viele Kunstwerke wurden geraubt, beziehungsweise mussten im Rahmen von “Friedensverträgen” an Paris abgegeben werden. Pius VII. ernannte Antonio Canova zum Generalinspekteur der Schönen Künste des Kirchenstaates und die übrig gebliebenen Werke wurden in den Qurinalspalast gebracht. Erst im Wiener Kongress wurde erreicht, dass Frankreich Teile der gestohlenen Kunstwerke zurückgeben musste. Von 509 Stücken konnte Canova 249 zurück in den Vatikan bringen, 248 blieben in Frankreich und 9 wurden als verschollen erklärt. 1932 fanden die Strücke nach einigen weiteren Umzügen, die durch schlechte Lichtverhältnisse bedingt waren, ihren Platz im von Pius XI. eingeweihten Gebäude, welches im Stil der Renaissance gebaut ist. Bei den insgesamt 9 Engelsbildern handelt sich um Fragmente eines Himmelfahrtfreskos für die Kirche Santi Dodici Apostoli, die auf Leinwand aufgezogen wurden. Auftraggeber war der spätere Papst Julius II.

Ein kleines Bild des Original mit gekennzeichnetem Ausschnitt wird bald gezeigt werden.