Beim ersten klaren Wort

1923 malte der Surrealist Max Ernst das Bild “Beim ersten klaren Wort”. Es handelt sich um eine Wandmalerei im Schlafzimmer der Familie Eluard in ihrem Haus in Eaubonne. Das Gemälde misst 232x176cm und wurde in Öl auf Gips aufgetragen. 1966 wurde es unter den Tapeten wieder entdeckt und auf Leinwand übertragen. Heute befindet es sich in Düsseldorf. Die Familie Eluard war Ernst durch Paul Eluard bekannt, mit dem er gemeinsam verschiedene Werke veröffentlichte und später bei ihm in Paris wohnte. Der Dadaismus prägte das Bild: Einzelne Bildelemente sollten so zusammengefügt werden, als gäbe es die Kombination in Wirklichkeit, konventionelle Kunstformen wurden abgelehnt und nicht verwendet. Naturalistische Gestaltungsmittel wurden vereinfacht, Details ausgespart. Max Ernst war weiterhin studierter Psychologe und so findet man seine Psychoanalysen oft in seinen Werken wieder. Weiterhin versuchten die Surrealisten konventionelle Gesellschaftsformen wie die Ehe abzuschaffen und revoltierten mit ihren ausgefallenen Bildern gegen gesellschaftliche Zwänge.

Ein kleines Bild des Original mit gekennzeichnetem Ausschnitt wird bald gezeigt werden.