Drei Hofdamen

Lucas Cranach d. Ä., geboren 1472 in Kronach, gestorben 1553 in Weimar, war einer der bedeutendsten Maler der Renaissance. Aus seiner Werkstatt stammen an die 5000 Gemälde, vor allem eine große Zahl an Portraits unter anderem von Martin Luther und Philipp Melanchthon. Das Gemälde „Drei Hofdamen“ entstand um 1535 in Öl auf Lindenholz im Format 62×89 cm und zeigt die Töchter des Herzogs Heinrich von Sachsen Sidonie, Aemilia und Sibylle. Das Bild ist ein charakteristisches Beispiel für Cranachs unverwechselbaren persönlichen Stil, der durch flächengebundene Kompositionen und spezifische Farbigkeit auf dekorative Wirkung zielt. Es hängt heute im Kunsthistorischen Museum in Wien.

Der für das Mosaik gewählte Ausschnitt zeigt die Hände von Sidonie von Sachsen, der jüngsten der drei Schwestern.

1545 heiratete sie den um 10 Jahre jüngeren Herzog Erich II. zu Braunschweig-Lüneburg. Für die Eheschließung hatte der Herzog zuvor sogar seine Verlobung mit der Tochter von Landgraf Philipp von Hessen aufgelöst. Dessen Prophezeiung, es werde sich in der Ehe „noch allerlei zutragen“ bewahrheitete sich, als es aufgrund von Geldsorgen und Kinderlosigkeit zum Zerwürfnis kam. Zudem konvertierte Erich wieder zum Katholizismus während Sidonie Lutheranerin blieb.

Es wurden Gerüchte laut, ihr Mann wolle sie vergiften. Zudem versuchte er sie der Hexerei zu beschuldigen. Sidonie suchte bei ihrem Bruder Kurfürst August von Sachsen und Kaiser Maximilian II. Hilfe und wurde im Januar 1574 in allen Anklagepunkten freigesprochen.

Ihr Bruder überließ ihr das Klarissenkloster Weißenfels mit allem Einkünften, wo sie bis zu ihrem Tod 1575 lebte.

Dieses Keramik-Mosaik konnte dank einer Einzelspende von Peno als Mosaik geschaffen werden.

Ein kleines Bild des Original mit gekennzeichnetem Ausschnitt wird bald gezeigt werden.