Proserpine

Dante Gabriel Rossetti (1828 – 1882) war ein britischer Maler und Dichter und gehörte der Bruderschaft der Präraffaeliten an. Die Präraffaeliten wollten die Kunst durch Rückbesinnung auf die Malerei des italienischen Trecento und Quattrocento erneuern und auf ihr wahres Wesen zurückführen.

Das Bild „Proserpine“ zeigt Jane Morris, die zahlreichen präraffaelitischen Malern Modell saß, als Proserpina/Persephone, die Tochter von Demeter und Zeus und Göttin der Totenwelt und der Fruchtbarkeit. Hades, Gott der Unterwelt, holt Proserpina gegen ihren in die Unterwelt, da Zeus, Proserpinas Vater dem weder zugestimmt noch es abgelehnt hat. Demeter, Proserpinas Mutter, gelingt es schließlich, Zeus davon zu überzeugen, Proserpina zurück zu holen. Auf Dauer geht das aber nur, wenn sie in der Unterwelt nichts gegessen oder getrunken hat. Hades nötigt sie, einige Granatapfelkerne zu essen, so dass eine dauerhafte Rückkehr nicht mehr möglich ist. Fortan muß Proserpina vier Monate im Jahr in der Unterwelt verbringen.

Hier gibt es eine Parallele zu Rossetti und Morris. Beide verbrachten alljährlich die Sommermonate zusammen in Kelmscott Manor nahe Oxford. Im Winter kehrte Jane Morris regelmäßig zu ihrem Ehemann William Morris zurück. “Proserpine” entstand in Kelmscott Manor.

Das Gemälde von Rossetti und das Mosaik zeigen sie mit eben jenem symbolträchtigen Granatapfel in der Hand.

Das Gemälde entstand 1874 in Öl auf Leinwand (125,1 x 61 cm) und hängt heute in der Tate Gallery in London.

Dieses Keramik-Mosaik konnte dank Spenden von Barbara Reuter, Angela Haase, Jutta Schulz, Prinovis GmbH & Co. KG, WIBU-Wirtschaftsbund sozialer Einrichtungen als Mosaik geschaffen werden.

Ein kleines Bild des Original mit gekennzeichnetem Ausschnitt wird bald gezeigt werden.