Die Künstler

Rolf Laute

Am 26. Februar 1940, als Sohn eines Verwaltungsleiters der Evangelischen Stiftung Alsterdorf geboren, lebte Rolf Laute auf dem Gelände der damaligen Alsterdorfer Anstalten. Das 1959 aufgenommene Studium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, unter anderem bei Carl Heinz Wienert, Walter Arno, Klaus Bendixen, schloss er 1964 mit dem Kunsterzieherexamen ab. Im Anschluss nahm er bis 1967 einen Lehrauftrag für Kunsterziehung in Hamburg wahr, und übernahm 1969 die Leitung der Privaten Kunstschule im Hamburger Karolinenviertel. 1972/73 war er Gastdozent an der Hochschule für bildende Künste in Frankfurt.

Foto: www.geschecordes.de / Gesche Cordes

Rolf Laute wollte Künstlern stets eine freischaffende und selbstbestimmte Tätigkeit ermöglichen. Es ging ihm immer um das künstlerische Talent. So verstand er die Ateliergemeinschaft nie als einen Ort der Kunsttherapie. Zu seinen Verdiensten gehören die vielen, auch internationalen Ausstellungen, u.a. die Ausstellung der Schlumper anlässlich des 25-jährigen Jubiläums in der Kunsthalle Hamburg.

Am 18. Mai 2013 wurde er als Maler, Graphiker und Kunstpädagoge mit der “Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes in Silber” des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg für sein Lebenswerk ausgezeichnet. “Lautes Einsatz sei es zu verdanken, dass die Werke der Ateliergemeinschaft als anerkannte Gegenwartskunst gehandelt werden, er habe das große künstlerische Potenzial vieler als “werkstattunfähig” eingestufter Menschen erkannt und damit erreicht, dass deren Arbeiten auf internationalen Ausstellungen präsentiert wurden”, so die Begründung. “Rolf Laute habe mit seinem Projekt ‘Schlumper von Beruf’ bundesweit bedeutende Impulse gesetzt. Bei ihm stünden Künstler mit ihren Potenzialen im Vordergrund und nicht die Defizite der behinderten Menschen”. Bis zu seinem Tod am 10. Juli 2013 arbeitete Rolf Laute für “Die Schlumper”.

Quelle: wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Schlumper#Rolf_Laute

Heidi Laute-Sies

Heidi Laute-Sies hat gemeinsam mit Ihrem Mann Rolf Laute von 1960 – 66 an der HfBK in Hamburg studiert. Nach ihrem Staatsexamen für Kunsterziehung und dem Referendariat war Heidi Laute-Sies Lehrerin am Gymnasium Langenhorn bis zu ihrer Pensionierung. Wie viele andere Kunsterzieher/-innen arbeitet sie auch zu Hause künstlerisch: Glasfenster, Mosaike, Objekte, oft mit Beteiligung an verschiedenen Kunst-am-Bau-Projekten von ihrem Mann.

Nach dem Tod von Rolf Laute beschloss sie, die Galerie fertig zu stellen, auch wenn die Gesamtidee, die Konzeption und ein großer Teil der Motivauswahl von ihrem Mann stammen. Basierend auf seinen Vorstellungen entwirft sie bis heute die Mosaike in ihrem kleinen, vollgestellten Atelier im Keller des Hauses, und hat mehr als die Hälfte ausgeführt. Was die langwierige und auch mühselige Arbeit an einzelnen Werken erleichtert, ist neben der inzwischen sehr absehbaren endlichen Fertigstellung die wohlwollende Unterstützung auf seiten der Stadtverwaltung und – vor allem – die Aufmerksamkeit und die nicht selten lobenden Kommentare der Passanten während des Anbringens der Mosaike.